Aufgrund der vielschichtigen, verborgenen Wesen meines Sohnes habe ich begonnen, in seinen ersten Kritzeleien - und dann später in seinen Zeichnungen - zu lesen, um seinen Geheimnissen nach zu spüren.

Es faszinierte mich, wenn ich sah, wie frei und unbekümmert er seine Geschichten auf Papier brachte.

Es entstanden weibliche und männliche Wesen, die vor ihrem Haus standen, wo das paffende Auto wartete, um dann Mami und Papi mit Sohn in eine schöne Landschaft zu transportieren. Dort spielten Kinder mit dem Ball oder sausten mit Skiern den Berg hinunter.

Oft malte er auch seinen Namen, gemischt mit Zahlenrätseln, die er zu Blumen wachsen ließ.

Sehr viel später begann ich neben meiner sehr unterschiedlichen Techniken so zu malen, wie ich meinen Sohn einst beobachtet hatte - und siehe da, es machte mir viel Freude und ich merkte, dass ich durch diese Darstellungsart immer freier und mutiger wurde, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Ich malte also wie ein Kind.

Es entstanden die Serie KINDERWELTEN und parallel dazu die Bilderreihe FREMD IM KÖRPER.


© Gabriele Koch